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Trockenverdüsung von Pudergold und Pudersilber
Copyright Michael Büßau 2009
Bedien- und Arbeitsanleitung Pudergoldjet "mini" elektrisch.
Herzlichen Glückwunsch zum Erwerb dieses praktischen Gerätes. Sie können nun auf leichte Weise hervorragende Vergoldungen und Versilberungen mit Echtmetallen und Metallglanzpigmenten ( und natürlich auch anderen Pigmenten ) herstellen.
Mit dem Gerät erhalten Sie 3 Glasbehälter. Der kleinste Behälter dient der Aufnahme geringer Mengen ( 2 Gramm oder weniger ) und passt in jeweils eines der beiden anderen hinein. Sie füllen das Material in eines der Gläser ( zwischen Füllmaterial und Saugrohr sollten ca. 2 mm Luft bleiben ) und schrauben dann alles an den Sprühkopf. Zum befüllen ist ein Stück gefaltetes Papier hilfreich oder unserer Rühr- und Messlöffel aus Edelstahl oder ein kleiner Pulvertrichter aus Glas
Beiliegend sind 3 Düsen. Die breite Kunststoffdüse dient für große, flächige Objekte und schnelles Arbeiten. Die beiden Metalldüsen sind mit runder oder eckiger Düsenöffnung, die gebogene ist auch besonders für Arbeiten von unten geeignet. Bei Bedarf können Sie mit etwas Geschick die Form und den Durchlass der Düsen auch leicht mit eine kleinen Zange verändern ( Achtung, nur ein Hinweis, keine Empfehlung, diese Veränderungen geschehen auf Ihre Verantwortung, Sie können damit die Garantieleistung verlieren).
Vorbereiten des Werkstückes: bei nichtsaugenden Untergründen : anbringen der Haftgrundschicht. Auftragen des Klebers, aufbringen des Goldes ( Metalls ), Trockenzeit, ggf. Polieren.
bei nichtsaugenden Untergründen : anbringen der Haftgrundschicht. Auftragen des Klebers, aufbringen des Goldes ( Metalls ), Trockenzeit, ggf. Polieren.
Glatte, nichtsaugende Oberflächen wie z.B. Metall, Glas, Keramik, Kunststoffe vorab mit Untergrund ( Lösungsmittel haltig) vorbehandeln, ca. 4 Stunden trocknen lassen, bereits lackierte Flächen : säubern, alte , insbesondere lose Farbreste entfernen, Metalle ggf. mit Rostschutz behandeln und /oder verzinken. Ansonsten gründlich reinigen, schleifen, wasser und fettfrei machen
Nach der Grundierung ( oder bei Holz, Gips usw. sofort ) tragen Sie den gelben Haftgrund auf. Achten Sie auf saubere gleichmäßige Pinselführung. Unebenheiten / Striche die hier entstehen, sehen Sie auch am fertigen Objekt. Der Untergrundlack soll die Poren verschließen und eine glatte Oberfläche erzeugen. Die Trockenzeit beträgt je nach Umgebungsbedingungen ca. 2-3 Stunden.
Nach Trocknung der Grundierung tragen Sie den Klebegrund klar auf. Die Trockenzeit ist recht kurz und beträgt nur ca. 5-7 Minuten. Innerhalb dieser Zeit sollte Ihr Pudermetall aufgetragen werden. Bearbeiten Sie daher größere Flächen immer Stück um Stück, wie Sie es innerhalb dieser Zeitspanne verarbeiten können. Der Kleber wird dann überlappend gestrichen und mit Metall besprüht.
Längere Standzeiten haben Sie beim Arbeiten mit Anlegemilch ( bis einige Stunden, aber nicht so weit antrocknen lassen, wie bei Blattgold ) oder Ölmixtion 0,5 oder 3 Stunden Mixtion. Die Wartezeit der Mixtion ist kürzer als bei Blattgold ( ca. halbe Zeit) aber immer abhängig von der Umgebungstemperatur, Luftfeuchtigkeit etc. Es bedarf hier meist etwas Übung, längerer Erfahrung oder Versuchen. Vergoldungen mit Anlegemilch oder Mixtion können wegen der dünneren Unterschicht meist nicht poliert werden.
Die Vergoldung beginnen Sie durch drehen am kleinen schwarzen Knopf des Gerätes. Die Düse des Sprührohres sollte ca.2 - 3 mm von der Oberfläche des Objektes gehalten werden. Der Sprühvorgang wird durch Verschließen des kleinen Loches oben am Sprühkopf des Gerätes mittels Finger oder Daumen gestartet. Geben Sie das Loch wieder frei, wird der Vorgang sofort unterbrochen. Mit etwas Übung und Geschick läßt sich damit leicht die Luftmenge steuern. Während der gesamten Arbeit den Verdüsungskopf möglichst gerade halten, am Glas anhaftendes Pulver leicht durch klopfen lösen.
Vorbereitung des Arbeitsplatzes : arbeiten Sie möglichst an windgeschützten Plätzen, Fenster und Türen schließen. Eine glatte Unterlage aus Pappe oder Papier hilft später beim Aufkehren nicht verklebter Pulverreste ( besonders beim teuren Gold wichtig) hier eignen sich Fotopapiere mit glatter Oberfläche. Benutzen Sie für Kleber und Untergründe besonders hochwertige Pinsel ( z.B. unsere Toray-Pinsel ) die nicht "haaren" und wegen Ihrer Feinheit keine Striche ziehen.
Es wird empfohlen, nach Möglichkeit einen kleinen "Arbeitskasten" zu bauen, z.B. einen Pappkarton o.ä. der einseitig offen ist und am Boden mit einem glatten (Foto)-papier ausgelegt ist.. Beim Verdüsen, obwohl die Luftmenge sehr gut steuerbar ist, fliegt doch immer etwas Metall in der Gegend rum...bei der Korngröße von 10 - 40 mµ ( 1 mµ = 1/1.000 mm) sind das feinste Metallstäube. Die Einatmung dieser Stäube sollte möglichst vermieden werden ! Kleine Objekte können sehr schön in einer großen ( durchsichtigen ) Plastiktüte/Beutel verarbeitet werden. Überschüssiges Metall lässt sich von den Wänden/Boden mit einem Pinsel aufkehren und weiterhin verwenden.
Nach Beendigung das Objekt ca. 1/2 Stunde ( besser mehr ) trocknen lassen, danach ist meist ein nacharbeiten ( polieren ) mit einem Achat oder unseren preiswerten Polierstein aus Quarz möglich( meist nicht bei Anlegemilch öder Ölmixtion )
Arbeiten mit Metallglanzpigmenten.
Gold ist recht kostspielig, per Gramm um 55 € - Iriodin Pigmente ( eingetr. Warenzeichen der Merck AG ) kostet bei uns ja nach Menge am 4 € per Gramm - Die Gold-und Silberpigmente können durchaus auch mal Echtgold ersetzten und zum Üben sind sie allemal bestens geeignet ! Die Korngröße beträgt meist zwischen 15 und 45 mµ.Vorsicht beim umfüllen und Arbeiten, diese Pigmente bilden sofort leichte Staubwolken in der Luft. Sie sind nicht giftig im üblichen Sinne, sollten aber nicht eingeatmet werden ( bei größeren Objekten /Flächen ist manchmal ein(e) Helfer/in mit Staubsauger in der Nähe ganz hilfreich )
Arbeiten mit Pulversilbersilber und Pulverkupfer sind ähnlich. Bei Kupfer beachten Sie bitte, dass größere Mengen eingeatmet gesundheitsschädlich sein können. Silber und Kupfer sollten wegen späterer Oxidation mit einem Klarlack( Schutzlack) überzogen werden.
Die Reinigung des Gerätes ist relativ leicht. Metallpigmente, auch wenn nicht wasserlöslich, lassen sich meist unter fließendem Wasser aus der Verdüsungskopf und den Düsen spülen. Bei starken Verschmutzungen oder Verstopfung mal pusten oder besser mit etwas Druckluft ( an der Tankstelle ) oder aus einer Druckluftdose ( Baumarkt, Farbenhandel ) "spülen". Anhaftende Lack- und Kleberreste lassen sich je nach Art meist mit unserem Universalreiniger ( oder Terpentinersatz, Nitro-Verdünnung ) usw. entfernen, die wasserlöslichen Materialien bitte immer direkt nach Gebrauch mit Wasser abspülen.
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